48-Meter-Turm wird zum Kraftwerk
Der markante Futtermühlenturm der Landi Sempach-Emmen hat ein neues Erscheinungsbild erhalten: Rund 500 Solarmodule wurden an der Fassade auf Ost-, Süd- und Westseite installiert. Die Anlage soll Ende Juni in Betrieb gehen und jährlich etwa 150’000 kWh Strom erzeugen – genug für rund 34 Einfamilienhäuser.
Mit dem Projekt steigert die Landi ihren Eigenversorgungsgrad deutlich: Zusammen mit bestehenden Anlagen kann künftig ein Viertel des Strombedarfs selbst produziert werden. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf Energieeffizienz, um den Verbrauch weiter zu senken.
Die Fassadenanlage bringt besondere Vorteile: Sie liefert ihre Leistungsschwerpunkte vor allem im Frühling und Herbst. Zum Einsatz kommen blendarme Module, damit der Verkehr nicht beeinträchtigt wird. Trotz höherer Investitions- und Planungskosten werden solche Projekte zunehmend gefördert und sollen sich langfristig amortisieren.
Auch gestalterisch wurde das Projekt bewusst umgesetzt: Der dunkle Solarturm fügt sich besser in die Landschaft ein und wirkt aus der Distanz weniger dominant als zuvor.
BE Netz AG ist stolz, dieses Projekt realisiert zu haben. Ebenso durften wir bereits bei weiteren wegweisenden Fassadenprojekten wie dem Solarturm der Egli Mühlen in Nebikon sowie dem Schindler Turm in Ebikon mitwirken – Projekte, die die Zukunft der integrierten Photovoltaik eindrücklich aufzeigen.
Bild: Pius Amrein (Neuenkirch, 29. 5.2026)